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Mittwoch, 29. März, 20 Uhr

Ja, Panik „Futur II“- Ein Abend mit Sebastian Janata, Laura Landergott und Andreas Spechtl

„wegen der namensproblematik. der clemens hat vorgeschlagen dass wir uns einfach „ja, panik“ nennen und dass das album gar keinen namen hat. find ich eigentlich ziemlich gut. was sagts ihr?“ from: Andreas Spechtl. Sent: 12.11.2005, 18:09

Ja, Panik, die mittlerweile in Berlin ansässige österreichische Gruppe, feierte 2016 ihren 10. Geburtstag. Aus diesem Anlass haben sich die Mitglieder in einem einmonatigen Experiment gegenseitig ihre Version der Bandgeschichte erzählt. Herausgekommen ist dabei ein irrer Briefwechsel. Der Schlagzeuger Sebastian Janata und der Bassist Stefan Pabst begaben sich in die Ja, Panik-Archive in Wien und Berlin. Die Keyboarderin Laura Landergott interviewte für die Bandgeschichte prägende Persönlichkeiten. Die Resultate dieser Recherchen unterzog Songwriter Andreas Spechtl täglich einer strengen Prüfung. So entstand aus dem E-Mail-Verkehr eine Geschichte der Gruppe, vom Verbrecher Verlag als großartiges Buch herausgegeben. Gleichzeitig zum Buch ist der Song FUTUR II erschienen. Er ist Agitprop in bester Ja, Panik-Manier. Andreas Spechtl redet sich elegant in Rage, während die Band stoischen Post-Punk zelebriert.

Ihre reale und fiktive Band-Geschichte werden Andreas Spechtl, Sebastian Janata und Laura Landergott von Ja, Panik nun bei text&beat erzählen. Mit Clips, Dias und Musik.

Zwischen dem luftigen Gitarrenpop auf ihrem noch im Wiener Umland eingespielten Erstling und den mit Dreampop, Funk und Wave liebäugelnden Stücken auf ihrem jüngsten Album „Libertatia“, haben Ja, Panik einen Stil kultiviert, der trotz Facettenreichtums stets eine ganz eigene, auf eben diese Band zurückzuführende Ästhetik aufweist. Die Art, mit der die Gruppe Ja, Panik souverän vom Burgenland über Wien nach Berlin driftete und sich innerhalb kürzester Zeit mit Alben wie „The Taste and the Money“, „The Angst and the Money“ und nicht zuletzt dem bedeutungsschwangeren „DMD KIU LIDT“ zu einer der intelligentesten wie auch spannendsten deutschsprachigen Bands mauserte, war und ist erschreckend locker. Die Spex bezeichnete schon ihr zweites Album nicht umsonst als die »wichtigste deutschsprachige Platte seit Blumfelds ›L’Etat Et Moi‹«.

Eintritt: 7,- / 5,- // Veranstaltungsort: Orange Peel, Kaiserstraße 39, 60329 Frankfurt am Main

text&beat wird gefördert vom Kulturamt Frankfurt am Main. Präsentiert von ByteFM.

text&beat: Carolin Callies, Silke Hartmann, Malte Kleinjung, Michael Müller, Kai Staudacher, Klaus Walter