text&beat

Mittwoch, 25. April 2018, 20 Uhr
text&beat@orangepeel

„Please wait, loading next world“ – Das Computerspiel von gestern, heute und morgen

Ein Abend mit Christina Barleben und Christian Schiffer

Tetris, Pacman, Mario Kart, Donkey Kong – das war gestern. Computerspiele sind heute mehr denn je Gesamtkunstwerke. Sie überzeugen durch ihre Graphik und Musik und wirken gleichzeitig narrativ wie Filme. Sie sind aber vor allem auch interaktive Geschichten, in denen es möglich ist, Figuren zu entwerfen, Plots zu bestimmen und in eine perfekte Illusion einzutauchen. Die Games-Branche ist mittlerweile milliardenschwer und ihr digitales Spielzeug ist längst kein Randphänomen mehr, sondern hat einen der vorderen Plätze des Massenmarkts erobert.

Wir werden an diesem Abend einige Schlaglichter der turbulenten Geschichte des Computerspiels vorstellen und ebenso der Frage nachspüren, wohin ihr Weg führt. Direkt aufs Holodeck? Und wie wirkt das Computerspiel zurück auf andere Künste? Auf Literatur, Kunst und Musik?

Rede und Antwort stehen Christina Barleben, Geschäftsführerin von thoughtfish, die 2017 mit dem Deutschen Computer-Spielepreis ausgezeichnet wurde, und Christian Schiffer, Journalist und Mitherausgeber des WASD – Bookazine für Gameskultur.

Eintritt: 6.- / 4.- // Veranstaltungsort: Orange Peel, Kaiserstraße 39, 60329 Frankfurt am Main

text&beat wird gefördert vom Kulturamt Frankfurt am Main. Präsentiert von ByteFM.

text&beat sind: Jesko Bender, Carolin Callies, Silke Hartmann, Malte Kleinjung, Michael Müller, Kai Staudacher, Klaus Walter

Mittwoch, 28. März 2018, 20 Uhr

text&beat@orangepeel

Osten I – Wende ohne Ende: Brüche und Kontinuitäten nach 1989

Mit Dr. Julia Gabler und Stefan Locke

Moderation: Jesko Bender und Malte Kleinjung

In Deutschland kennt man sich mit Zäsuren aus: Stunde Null, 1968, Deutscher Herbst, Wende. Jedes Mal sei angeblich alles anders als zuvor. Und jedes Mal lösen sich diese Zäsuren bei näherem Hinsehen in Vorgeschichten, Nachgeschichten und einem ganzen Geflecht von Kontinuitäten auf. Über ein Vierteljahrhundert nach der Wiedervereinigung ist es deshalb höchste Zeit, die „blühenden Landschaften“ umzupflügen und das gesellschaftliche Terrain neu zu vermessen – auch um herauszufinden, welche Stimmen und Geschichten nach der „Wende“ verstummt sind.
Zum Auftakt einer Reihe, die sich der Gesellschaft und Kultur in Ostdeutschland widmet, wollen wir über verdrängte wie langfristige Folgen der Wiedervereinigung diskutieren. Inwieweit wirken Verlusterfahrungen und Kränkungen nach dem Untergang der DDR in Ostdeutschland nach? Bis zu welchem Grad spielt DDR-Sozialisation in habitueller und ideologischer Hinsicht weiterhin eine Rolle? Gibt es in den „neuen Bundesländern“ sowohl Erwartungen als auch Enttäuschungen, die sich unter dem medialen Radar eingestellt haben? Und bedingt dies unter Umständen auch die Ereignisse mit, die in der jüngeren Vergangenheit für negative Schlagzeilen gesorgt haben (Stichwort: PEGIDA, AfD-Erfolge in Sachsen)?

Mit Stefan Locke (FAZ-Korrespondent für Sachsen und Thüringen) und Dr. Julia Gabler (Soziologin, Hochschule Zittau/Görlitz).

Eintritt: 6.- / 4.- // Veranstaltungsort: Orange Peel, Kaiserstraße 39, 60329 Frankfurt am Main

text&beat wird gefördert vom Kulturamt Frankfurt am Main. Präsentiert von ByteFM.

text&beat sind: Jesko Bender, Carolin Callies, Silke Hartmann, Malte Kleinjung, Michael Müller, Kai Staudacher, Klaus Walter

Mittwoch, 31. Januar 2018, 20 Uhr

text&beat@Museum für Kommunikation

„She POP“ – Diskussion und Konzert im Rahmenprogramm der Ausstellung „Oh Yeah! Popmusik in Deutschland“

Mit Sonja Eismann und Bernadette La Hengst

Moderation: Silke Hartmann

Begrüßung: Gabriele Wenner, Leiterin des Frauenreferats der Stadt Frankfurt

„Die Journalisten reduzieren uns auf „Die frechen Freundinnen aus St. Pauli“ anstatt über unsere Musik zu schreiben.“ Bernadette La Hengst

„Auch wenn es um deutschsprachigen Pop geht, ist Britta immer so unter ferner liefen.“ Christiane Rösinger

„Letztendlich ist es ja nicht verwunderlich, dass in der Hamburger Schule das Geschlechterverhältnis genauso beschissen ist, wie in anderen Berufen auch.“ Almut Klotz

„Mein Kritikpunkt an vielen hiesigen Musikerinnen ist, dass sie viel zu selten ein ähnlich sportlich-kollektives Bewusstsein für Team und Kollaboration haben wie Männer.“ Kerstin Grether

In der Geschichte des deutschen Pop wimmelt es von Männern: Sowohl in ihrer Rolle als Sänger, Musiker und Produzenten als auch aus der Rezensionsperspektive als Musikjournalisten dominieren sie das Feld. Gibt es überhaupt eine Herstory of Pop? Woran liegt es, dass das Schreiben über Pop so überwiegend in männlicher Hand ist? Bedeutet die Unsichtbarkeit von Frauen in der Popgeschichte, dass sie nicht existieren? Bewegen sich die Frauen in der Popmusik wie in anderen Genres zwischen Vermarktung und Ausgrenzung? Was sind ihre Produktions- und Arbeitsbedingungen? Gibt es Role Models oder Netzwerke? Diese und andere Fragen möchten wir mit zahlreichen Clips und Musikeinspielungen mit der Kulturwissenschaftlerin und Journalistin Sonja Eismann und der Sängerin und Gitarristin Bernadette La Hengst klären.
Anschließend Konzert von Bernadette La Hengst.

Sonja Eismann ist Mitgründerin, Mitherausgeberin und Chefredakteurin Print beim Missy Magazin. Sie lebt als freie Journalistin und Kulturwissenschaftlerin in Berlin. Sie war Mitbegründerin der Zeitschrift nylon. KunstStoff zu Feminismus und Popkultur und arbeitete von 2002 bis 2007 als Redakteurin beim Kölner Magazin Intro. 2007 erschien ihr Buch „Hot Topic. Popfeminismus heute“.

Bernadette La Hengst ist Elektro-/Pop-/Musikerin und Theaterregisseurin. Als Sängerin und Gitarristin hat sie 1990 die Band Die Braut haut ins Auge mitgegründet und zuvor u.a. mit den Mobylettes, Knarf Rellöm und Rocko Schamoni gearbeitet. 2000 begann Bernadette La Hengst eine Solokarriere, 2003 war sie Mitorganisatorin des Ladyfests in Hamburg. 2015 erschien ihr letztes Album „Save the World with this Melody“. Seit 2003 arbeitet Bernadette La Hengst auch als Theaterregisseurin.

Eintritt: 7,- / 5,- // Ort: Museum für Kommunikation, Schaumainkai 53, Frankfurt am Main

Gefördert vom Frauenreferat der Stadt Frankfurt

text&beat sind Jesko Bender, Carolin Callies, Silke Hartmann, Malte Kleinjung, Michael Müller, Kai Staudacher, Klaus Walter

text&beat wird gefördert vom Kulturamt Frankfurt am Main. Präsentiert von ByteFM