New Porn – Das Immergleiche der Lust?

Mittwoch, 6. November 2019, 20 Uhr

text&beat@HoRsT

Mit Madita Oeming und Paulita Pappel

Veranstaltungsort: HoRsT, Kleyerstr. 15

Eintritt: 6 Euro, ermäßigt 4 Euro

Pornofilme zeigen eigentlich immer das Gleiche: Rein und Raus. Oder? Zweifelsohne hat sich die Welt des Pornos verändert: Wurde früher heimlich die Schmuddelecke im Videoladen aufgesucht, sind die Filme heute im Netz überall verfügbar – und die Konsument*innen werden immer öfter zu Akteur*innen. Daran knüpfen viele Fragen an: Verändert sich durch die sich wandelnde Produktion und Rezeption die pornographische Ästhetik? Wie denken Pornos heute über Geschlechter nach? Über das Begehren? Über Macht? Was zeichnet den immer sichtbarer werdenden feministischen Porno aus? Inwiefern ist die Pornographie „politischer Resonanzraum“ (Klaus Walter)? Und: Haben uns Pornos in Zukunft noch etwas Neues zu erzählen? All das diskutieren Pornowissenschaftlerin Madita Oeming und Pornoproduzentin Paulita Pappel mit Carolin Callies.

Madita Oeming wurde 1986 geboren, wuchs in Berlin auf und ging zum Amerikanistik-Studium nach Göttingen. Schon mit ihrer Master-Arbeit „Moby’s Dick“ hat sie 2015 die Arena der Porn Studies betreten und ist heute mit Leib und Seele Pornowissenschaftlerin: Sie unterrichtet Porno-Seminare, promoviert zum Thema Pornosucht, und hat quer durch Deutschland sowie international Vorträge insbesondere zum feministischen Porno gehalten. Auch außerhalb des Unibetriebs ist die Kulturwissenschaftlerin zunehmend sichtbar: Sie saß schon mehrfach auf feministischen Podien, ist Twitter-Aktivistin, schreibt für VICE und hat mittlerweile einige Interviews in deutschen Leitmedien gegeben. Sie möchte mit ihrer Arbeit eine breite Masse erreichen, um ein öffentliches Umdenken über Pornos anzustoßen.

Paulita Pappel ist eine feministische Pornographin. Sie arbeitet als Produzentin, Regisseurin und Darstellerin. Sie ist die Mitgründerin der Platform Lustery.com und Mitkuratorin und Organisatorin vom Pornfilmfestival Berlin.

Mit freundlicher Unterstützung des Kulturamtes Frankfurt und des Frauenreferats Frankfurt.